Mehrfamilienhaus Bremgarterstrasse, Widen

Widen, Switzerland
Photo © Karin Gauch & Fabien Schwartz
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Architects
bark | büro für architektur, raum & konzept
Year
2020
Bauingenieur
suisseplan Ingenieure AG, Wohlen
Bauphysik
Pirmin Jung Schweiz AG, Rain

Städtebau:
Das Strassengeviert zwischen Bremgarter-, Kelleräcker- und Waidstrasse ist geprägt vom Nebeneinander serieller, grösserer Mehrfamilienhäuser und einzelner Einfamilienhäuser. Das Grundstück bildet die Schnittstelle beider Strukturen. Der vorgeschlagene Gebäudekörper fügt sich in die Situation ein, indem er sich in Geometrie und Massstab beiden Gebäudegruppen annähert. Ausgangspunkt der städtebaulichen Setzung ist der Rhythmus der dreigeschossigen, zeilenartigen Mehrfamilienhäuser entlang der Bremgarterstrasse. Diese Reihung von „Stirnfassaden“ soll in Bezug auf Strassen- und Gebäudeabstand sowie Höhe mit dem Neubau fortgesetzt werden. Der reine Zeilenbau wird jedoch zu Gunsten einer differenzierten Raumbildung und einer angemessenen Massstäblichkeit gebrochen und weiterentwickelt.

Gebäudekörper:
Durch einen Versatz im Volumen entsteht rückwärtig ein räumlich gefasster Gartenbereich, der mit dem grossen bestehenden Kirschbaum atmosphärisch geprägt wird. Dieser soll erhalten werden. Der Gebäudeeinschnitt zur Strasse markiert als einladende Geste die Lage der Zugänge zu Gewerbefläche und Wohnungstreppenhaus. So entsteht eine Gebäudeform, die das nutzungsbedingt grössere EG mit den Wohngeschossen zu einer Einheit verwebt. Der Sockel mit Gewerbe bildet eine breite Front zur Strasse und somit einen der Nutzung entsprechenden Auftritt. Der gegliederte Aufbau vermeidet hingegen eine zu wuchtige Erscheinung und führt das Gebäude auf einen sensiblen Massstab zurück. Die plastische Ausformung des Körpers entsteht aber auch aus dem Anspruch einer guten Belichtung und Belüftung aller Wohnungen. Diese erhalten durchgehend eine vierseitige Orientierung und somit einen individualisierten Charakter von hoher Wohnqualität.

Ausdruck / Fassade:
Trotz der Heterogenität zeichnet sich die Umgebung mit mehrheitlich massiven, verputzten Gebäuden aus. Das neue Gebäude übernimmt diesen soliden Charakter des Umfeldes. Es erscheint als Massivbau mit Lochfassade, dessen homogene Hülle die plastische Volumetrie unterstreicht. Die Konstruktion der Aussenwand mit hochdämmendem Einsteinmauerwerk wird mit einem gröberen Dämmputz versehen. Um die wertige Erscheinung des Baus zu steigern, wird vorgeschlagen die Fensteröffnungen mit einer breiten Rahmung aus einem feineren Putz in einer helleren Farbe zu versehen.

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